Urlaub auf dem Wasser
Gemeinsam mit einem benachbarten Ehepaar träumten wir als Bewohner einer Elbgemeinde immer schon davon, einmal Urlaub auf dem Wasser zu machen. Unsere Vorfahren waren Elbeschiffer und wir kannten die interessantesten Geschichten von den Großeltern.

So suchten wir im Internet nach Anbietern und ließen uns Kataloge zusenden. Unsere Auswahl fiel auf Yachtcharter Schulz. Hier hatte es uns ein Boot vom Typ Pedro Skiron 3 angetan. Nicht zuletzt wegen der separaten „Schlafkojen mit Sanitärzelle“, so dass jedem Pärchen ihre Privatsphäre erhalten bleiben konnte.
Obwohl 3 Personen von uns einen Motorbootführerschein für Binnengewässer hatten, nutzten wir die Gelegenheit und buchten ein Skippertraining. Hier wurden wir mit dem ausgewählten Bootstyp vertraut gemacht, lernten „einparken“ und manövrieren und hatten auch noch dazu viel Spaß – trotz Regen und Kälte.
Unser eigentlicher Törn startete am Samstag, d. 10.05.2008 von der Basis Malchow aus. Nach einer kurzen Einweisung durch Herrn Fritz ging es ’gen Müritz. Wir passierten gegen 15 Uhr die Drehbrücke Malchow. Ein kleiner Obulus in den

„Obstpflücker und weiter ging die Fahrt in den Urlaub. Unseren ersten Tag beendeten wir in der Marina Eldenburg, dem Ort unserer ersten Begegnung mit der Pedro Skiron 3 zum Skippertraining. Problemlos klappte das Anlegemanöver.
Wir ließen den ersten Abend bei einem Gläschen Begrüßungssekt vom Yachtcharter Schulz gemütlich ausklingen.

Am sonnigen Pfingstsonntag starteten wir gegen 9.30 Uhr. Wir wollten die Müritz erobern und hatten dafür eine Woche eingeplant. Vorbei am idyllisch gelegenen Schloss Klink war unser erster Halt nach ca. 1,5 Std. in Sietow- Dorf. Hier wurde unser Appetit auf Fischbrötchen gestillt.

Nach dieser kurzen Rast suchten wir uns einen sonnigen Ankerplatz bei einer Wassertiefe von ca. 2,50 m unter Kiel. Baden war angesagt. Die Ausstattung des Bootes ließ ein bequemes Absteigen ins Wasser und Aussteigen aus dem Wasser problemlos zu.

Begleitet von Unmengen Insekten (Mücken und Eintagsfliegen) setzten wir unsere Fahrt fort. Gegen 17 Uhr kamen wir in der Marina Buchholz an. Nach Bezahlen der Hafengebühren stillten wir unseren Durst in der Seerose und ließen frisch geduscht den Tag noch einmal Revue passieren.
Nach einer guten Nacht mit
Froschkonzert setzten wir gegen 9.45

Uhr unsere Tour fort. Von Buchholz ging es durch den Müritzarm in die kleine Müritz.
Sumpfsee ging es nach Mirow. Hier war
„Schleusen“ angesagt. Unser erster eigenständiger Schleusengang wurde gut gemeistert.
Wir gelangten in den Mirower See. Eingesäumt von gepflegten Grundstücken mit Bootsanleger bot sich der See dar.

Am Strandrestaurant legten wir an und gingen Mittag essen. Frisch gestärkt ging es denselben Weg bis zur Müritz zurück. Als Tagesziel stand die Marina Röbel auf dem Plan.

Hier war der Empfang etwas unterkühlt. Kurz und gut, wir zahlten, duschten und fuhren am nächsten Morgen wieder davon.
Die Abfahrt war 10.00 Uhr, da wir etwas länger geschlafen hatten und unser Tagesziel nicht so weit gesteckt war. Es war etwas frisch, bewölkt und windig. Wir starteten Richtung Waren und hatten uns fast seekrank
geschaukelt.

Doch als die ersten Sonnenstrahlen alle wieder an Deck
lockten, war von Seekrankheit nicht mehr die Rede. Im Stadthafen
Waren legten wir an, zahlten unsere Hafengebühr, fassten Proviant, entsorgten ordnungsgemäß Müll und eroberten die Stadt.

Gegen 15 Uhr setzten wir unsere Fahrt in Richtung Jabel fort. Die Marina Maribell stellte uns vor eine fast unlösbare Aufgabe. Rückwärts bei stark auflandigem Wind in einen Gastliegeplatz rangieren, eingezwängt
von großen stählernen Dalben. Aber Geduld, ruhiges Manövrieren und die Hilfe von 2

Marina-Mitarbeitern ließen uns problemlos anlegen. Wir waren von der gesamten Anlage begeistert. Sauber und gepflegt, hunde- und kinderfreundlich – genauso wurde es uns beschrieben. Einfach toll.

Da wir auf der Müritz nicht so viel Zeit verbracht haben, wie ursprünglich geplant, wurde kurz entschlossen der Plauer See anvisiert. Den Wasserrastplatz Plau erreichten wir gegen 17.30 Uhr. Auch hier wurden wir sehr freundlich Willkommen geheißen.

Weil an den Vortagen alles so prima geklappt hat, nahmen wir uns noch die Fahrt nach Lübz vor. Die besondere Herausforderung waren die verschiedenen Schleusen.
Nach Passieren der Hubbrücke in Plau folgte die Schleuse Plau mit 1,40 m Hub. Und prompt ging in der Schleuse ein Schuh
über Bord. Schnell war dieser mit dem

Bootshaken geborgen.
Die Schleuse Barkow mit einem Hub von 3,20m war schon die nächste Herausforderung – Selbstbedienungsschleuse. Zwar hatte der Imbissplatz Kuppentin mit einem preiswerten Speiseangebot gelockt, doch leider fehlte der Wirt und wir setzten unsere Fahrt mit Selbstversorgung fort.
Die Schleuse Bobzin mit einem Hub von ca. 7,00 m testete die Länge unserer
Leinen. Gegen 16 Uhr kamen wir nach Lübz. Nachdem wir die letzte Schleuse mit

2,90 m Hub passierten und die Spindelhubbrücke extra für uns angehoben wurde, bogen wir in die Stadtmarine Lübz ein. Boot festmachen und Landgang.


Am nächsten Tag ging es von Lübz nach Plau wieder retour. Wir genossen die Stille auf der schmalen Wasserstraße, beobachteten die Natur und ließen die Seele baumeln. Die 4 Schleusen nahmen wir schon wie die Profis.

In Plau konnten wir erleben, wie ein Schwan sein Nest verteidigte. Er ging auf jedes Boot los, welches am auf dem Nest brütenden Partner vorbeifuhr. Ziel seiner Angriffe waren meistens die runden Bugfender.
Am Wasserrastplatz Plau am See gingen wir erneut vor Anker. Ein kleiner Stadtspaziergang mit Abendessen war vor dem Schlafengehen noch drin.
Samstag, d. 17.05.2008
Von Plau ging es geradewegs über den Plauer See in Richtung Lenz – der Einfahrt in die Wasserstraße nach Malchow. Kurz nach 9.00 Uhr legten wir an dem zugewiesenen Platz im Hafen der Malchow Bootswerft an. Nun hieß es Entladen und Abschied nehmen von einer wunderschönen Urlaubswoche. Herr Fritz vom Yachtcharter Schulz übernahm unsere „Delfine“ ohne Beanstandungen, zahlte die Restkaution nach Abzug on 128,00 € Treibstoffkosten für ca. 80 l Diesel aus und wünschte uns eine gute Heimreise und „Auf Wiedersehen“.
Familien Richter und Wartenberg aus dem Landkreis Wittenberg Lutherstadt
Yachtcharter in Deutschland
Boote chartern für einen Bootsurlaub an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern.